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Onlineplattform Knotenpunkt Alpen

Bereits während des Projekts „Knotenpunkt Alpen“ entstand die Idee einer Onlineplattform. Akteurinnen und Akteuren aus der ganzen geografischen Breite des bayerischen Alpenraums sollte auf simple Art und Weise ermöglicht werden, sich gegenseitig zu finden, zu vernetzen und miteinander zu kommunizieren. Jetzt wird diese Idee in die Tat umgesetzt: CIPRA Deutschland schafft mit dem Programmiererkollektiv „hacc“ ein eigenes „Social Network der Nachhaltigkeit“. Dieser neue Knotenpunkt ermöglicht Wissensaustausch, Vernetzung und gegenseitige Inspiration, um den bayrischen Alpenraum einen Schritt näher zu einer gelebten Nachhaltigkeit zu bringen.
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Entstehungsgeschichte

Im Laufe des Projekts „Knotenpunkt Alpen“ konnte CIPRA Deutschland eine große Datenbank mit über 350 Vereinen, Initiativen oder Unternehmen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung im bayerischen Alpenraum einsetzen, anlegen. Von diesen Organisationen gehen vielerorts wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung im Sinne der Alpenkonvention aus. Bis jetzt waren die Akteurinnen und Akteure dieser Organisationen überregional und interdisziplinär nur wenig vernetzt. Im Rahmen des Projekts wurde erarbeitet, wie ein Netzwerk aussehen müsste, damit es den involvierten Menschen einen Nutzen bringen kann, ohne sie dabei mit Nachrichten, regelmäßigen Treffen oder anderem Mehraufwand zu überlasten. Als möglicher Lösungsansatz ergab sich ein soziales Netzwerk der Nachhaltigkeit: Eine Online-Plattform für den Alpenraum, welche Nutzerinnen und Nutzern auf niedrigschwellige und nutzerfreundliche Art und Weise Selbstdarstellung, Vernetzung und Kommunikation ermöglicht.

Onlineplattform knotenpunkt alpen

Diese Idee wurde weiterentwickelt und wird nun in die Tat umgesetzt: CIPRA Deutschland erschafft zusammen mit dem Programmiererkollektiv „hacc“ (Hackers against Climate Change) mit „knotenpunkt alpen“ eine entsprechende Onlineplattform für den bayerischen Alpenraum. Bereits bei der Erstbefragung im Rahmen des vorangegangenen Projekts bezeichneten 90% der Befragten eine solche Plattform als sinnvoll (siehe auch Netzwerkanalyse). Auch bei der Netzwerkkonferenz, der Abschlussveranstaltung des vorangegangenen Projekts, gaben bei einer erneuten Befragung 95% der Teilnehmenden an, eine solche Plattform zu begrüßen und nutzen zu wollen. Der Bedarf für eine solche Plattform ist damit gegeben. Ganz aktuell hat auch die Corona-Krise die Dringlichkeit aufgezeigt, eine digitale Vernetzung weiter auszubauen bzw. überhaupt zu ermöglichen.

Wie wird die Plattform aussehen?

Anhand der gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt "Knotenpunkt Alpen“ und der durchgeführten Befragungen wird nun an der Verwirklichung eines solchen Online-Netzwerks gearbeitet. Das Programmiererkollektiv „hacc“ arbeitet zurzeit daran, die Plattform „knotenpunkt alpen“ auf OpenSource-Basis zu erstellen. Dabei sind die jungen Technik-Enthusiasten keine Neulinge auf diesem Gebiet: „hacc“ hat beispielsweise bereits für Fridaysforfuture München eine Plattform entwickelt, die erfolgreich genutzt wird.

Nutzerinnen und Nutzer werden in ihrem Profil und in einem Newsfeed Aktuelles über ihre Projekte, Ideen und Veranstaltungen posten können. Diese Posts können mit sogenannten "Hashtags", wie beispielsweise #Biodiversität, #Alpenkonvention oder einem anderen, zum Projekt passenden Hashtag, versehen werden. Mit der Verschlagwortung durch Hashtags fällt die die Suche nach interessanten Themen spielend leicht – so können sich Nutzerinnen und Nutzer über das Kommentieren der jeweiligen Posts und in privaten oder Gruppenchats über spezifische Themen austauschen, dazulernen und ihr Wissen teilen. Dieses Netzwerk mitsamt allen seinen Möglichkeiten soll allen Nutzerinnen und Nutzern kostenlos und transparent zur Verfügung stehen, ohne dass dabei personenbezogene Daten gesammelt oder weiterverkauft werden, wie es bei den großen, etablierten Plattformen üblich ist.

Willkommen im Fediverse

Die Plattform „knotenpunkt alpen“ wird damit Teil des sogenannten Fediverse. Das Fediverse ist ein Netzwerk voneinander unabhängiger sozialer Netzwerke, die alle auf offenen Quellcodes (OpenSource) basieren. Der Name setzt sich dabei aus den englischen Wörtern "federated” und "universe” zusammen. Für die „knotenpunkt alpen“-Plattform heißt das, dass sie zwar eine eigene Plattforminstanz darstellt, sich jedoch mit anderen sozialen Netzwerken aus dem Fediverse verbinden kann, indem sich Userinnen und User verschiedener Plattformen gegenseitig folgen können. Demnach ist weltweites Austauschen, Dazulernen und Wissen-Teilen möglich - alles über die Plattform „knotenpunkt alpen“.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Die aktuelle Situation während der Corona-Pandemie verdeutlicht, wie wichtig eine Vernetzung in der digitalen Welt ist, um krisenfeste Kommunikationswege und Austauschmöglichkeiten für die Menschen zu ermöglichen. Die Aufrechterhaltung der Zusammenarbeit ist uns vor allem im Bereich derer ein Anliegen, die sich für einen zukunftssicheren Alpenraum einsetzen. In diesem Sinne möchten wir mit unserem Online-Netzwerk als CIPRA Deutschland dazu beitragen, diesen Akteurinnen und Akteuren eine Plattform zum Austausch, zur Vernetzung und zur Inspiration zu bieten, um gemeinsam neue Wege zu gehen.

Weiterführende Informationen